Das Reiterstandbild „Jagd auf die große Bärin“

Auf Pferden, die ihre Köpfe ins trockene Gras stecken, sitzen zwei Gestalten und spähen angestrengt in die Ferne: schwarze Knopfaugen, dick übermalte rote Münder, knallbunte Hosen, taillierte Westen. Figuren aus dem Spielzeugsortiment der DDR brachten den Klassenkampf der 1960er und 1970er in Wohnzimmer und Buddelkästen. Inspiriert von der Bestseller-Romanreihe „Die Söhne der großen Bärin“ von Liselotte Welskopf-Henrich (1901-1979) ließ sich die heimische Prärie Seite an Seite mit „Harka und seinen roten Brüdern“ vor den einfallenden Banditen und ihrem schurkenhaften Gesellschaftssystem beschützen. Anfang September werden zwei lebensgroße Figuren, leicht aktualisiert, von dem Künstlerduo auf der Karl-Marx-Allee installiert.

„Jagd auf die große Bärin“ von S O N D E R (Peter Behrbohm & Anton Steenbock)

Außerdem:
17 Uhr „Babette im Rosengarten“, performativer Spaziergang von Inken Reinert

18.30 Uhr „Wir, 2021“, performativer Spaziergang von Michaela Schweiger

20 – 22 Uhr DJ Set Niki Matita

+ „International Bun“ von Beatrice Moumdijan

Adresse

Karl-Marx-Allee 33, 10178 Berlin