Kristina Leko & David Smithson

BRINGT EIN PAAR STÜHLE MIT oder lass uns auf dem Boden sitzen, MITEINANDER IN DER STADT VON MORGEN, DAS GUTE LEBEN IM HANSAVIERTEL

Der Projektvorschlag sieht zwei parallele Interventionen vor, die die Grundrisse zweier Wohnungen und Gemeinschaftsräume in Form von Bodeninstallationen in den Freiraum übertragen. Die markierten Freilufträume werden zu einem Treffpunkt und zur gemeinsamen Bühne der Nachbarschaft: Sie ziehen die Passanten an und vernetzen die Bewohner*innen. An beiden Standorten findet über acht Wochen ein Veranstaltungsprogramm statt. Die Kernfrage des Programms bezieht sich auf das gesellschaftliche Miteinander: Wie können wir vor Ort und auf dieser Welt besser gemeinsam leben? Es wird ernsthaft, politisch engagiert und spielerisch darüber diskutiert und verhandelt; schließlich wird ein gemeinsames Manifest erarbeitet. In allen Schritten wird das Projekt durch die Beteiligung der Bewohner*innen unterstützt. Der Projektzeitraum ist von Februar bis September 2019.Das Hansaviertel wurde mit dem Glauben an die Idee der Gemeinschaft gebaut, die sich in der Hausarchitektur widerspiegelt, etwa in den vielen Gemeinschaftsräumen. Umfragen vor Ort, ergänzt durch eine kulturanthropologische Forschung im Hansaviertel aus dem Jahr 2007, deuten darauf hin, dass die Gemeinschaftsidee, obwohl in Teilen gescheitert, immer noch einen sehr starken Bezugspunkt für viele Bewohner*innen darstellt. Durch Recherchen vor Ort bietet sich das Niemeyer-Haus als ein Idealbeispiel für einen gut erhaltenen Gemeinschaftsraum und für ein funktionierendes Gemeinschaftsleben an. In vielen anderen Häusern sind die Gemeinschaftsräume reduziert worden und/oder werden nicht mehr benutzt.

Zusammen mit den Bewohner*innen des Niemeyer-Wohnhauses wird der Grundriss einer Wohnung des Hauses sowie ein Teilgrundriss seines großen Gemeinschaftraums im öffentlichen Raum inszeniert und teilweise in den Boden eingebaut. Neben den ehrenamtlichen Helfer*innen werden auch lokale qualifizierte Assistent*innen eingesetzt. In der zweiten Projektphase wird zweites Haus einbezogen, in dem das Gemeinschaftsleben nicht ideal funktioniert. Die zwei parallelen Interventionen werden durch ein Begegnungs- bzw. Veranstaltungsprogramm über einen Zeitraum von mehreren Wochen miteinander verbunden. Die Begegnungen und Veranstaltungen werden dokumentiert sowie auf verschiedenen Social-Media-Kanälen angekündigt.

Am Samstag 11.05.19 um 15 Uhr findet bei Kaffee und Kuchen das erste Zusammentreffen mit den Bewohner*innen des Niemayer Hauses und Interessierten auf der Wiese vor dem Haus statt. Bringt ein Paar Stühle mit!

Die darauffolgenden Termine, samstags ab 15 Uhr und freitags ab 18 Uhr:

Samstag 25.05.19; ab 15.00 Uhr

Freitag 31.05.19; ab 18.00 Uhr,

Samstag 01.06.19; ab 15.00 Uhr

Samstag 08.06.19; ab 15.00 Uhr

Samstag 15.06.19; ab 15.00 Uhr

Freitag 21.06.19; ab 18.00 Uhr

Samstag 22.06.19; ab 15.00 Uhr

Samstag 10.08.19; ab 15.00 Uhr

Samstag 17.08.19; ab 15.00 Uhr

Samstag 07.09.19; ab 15.00 Uhr

Samstag 03.09.19; ab 15.00 Uhr